
Kickers Offenbach
Fußball ist für mich nicht nur Unterhaltung. Er steht für Herkunft, Identität, Emotion, Loyalität und die manchmal irrationale Hoffnung, dass es dieses Mal anders ausgeht.
Unternehmer, Familienvater, Telekommunikationsspezialist, Technikbegeisterter und jemand, der selten nur an einer Sache interessiert ist.

Ausbildung im Schuhhaus Pauthner und Schuhhaus Dielmann. Mein Weg begann nicht am Schreibtisch, sondern in der Praxis: Verkauf, Kunden, Handel – von der Pike auf gelernt. Vieles von dem, was mich später als Unternehmer geprägt hat, begann genau dort.
Handel mit Auto- und Tuningteilen von zu Hause aus. Ich war selbst in der Tuning-Szene unterwegs, kannte die Leute im Auto-Club und auf den Treffen – meine ersten Kunden. Hier habe ich früh gelernt, dass man Dinge nicht erst perfekt verstehen muss, bevor man sie ausprobiert. Ein Fahrwerk, das im Katalog 1.000 DM kostete, konnte ich günstiger anbieten und trotzdem daran verdienen. Der Gewinn wurde fast immer direkt in eigene Teile reinvestiert.
Direkt nach der Ausbildung, gemeinsam mit einem Partner. Im Jahr 2000 bin ich aus dem Unternehmen wieder ausgestiegen.
Eigenes Tuning-Geschäft, zur Untermiete bei Reifen Raab. Ich habe verkauft, die Einbauten übernahm die Meisterwerkstatt des Vermieters – inklusive Garantie. Arbeitsteilung, die für beide Seiten funktionierte. Rückblickend eine frühe Lektion: Wer nicht alles selbst kann, konzentriert sich auf seine Stärken und lagert Schwächen aus. Oder wie ich es sage: Stärken stärken und Schwächen schwächen.
Eine depressive Krise wirft mich für rund ein Jahr aus der Bahn. Diese Zeit passt in keinen Hochglanz-Lebenslauf – aber sie gehört zu meiner Geschichte und zu dem, wie ich heute mit Druck und Verantwortung umgehe.
Der erste Schritt zurück: Mitarbeit im Kinderladen meiner Mutter. Und das ist die eigentliche Geschichte dahinter: Sie hat diesen Laden einzig und allein dafür eröffnet, damit ich wieder eine Aufgabe habe und meine Ängste überwinden kann. Auch das ist kein Hochglanz – aber es gehört zu mir.
Eröffnung meines ersten Ladens im Telekommunikationsgeschäft in Offenbach-Bürgel – damals als Vodafone-Partner-Agentur. Das war der Einstieg in die Branche, die bis heute meine unternehmerische Basis ist.
Gemeinsam mit meinem damaligen Partner Salvatore entsteht die RC Media GbR – die Keimzelle von allem, was danach kommt.
Aus der GbR wird die greem GmbH. Der erste Laden wird vom Vodafone-Partner-Agentur-Modell zum greem Handy Shop Multi Brand umgebaut. Parallel entstehen weitere greem-Shops und der Versuch, eine eigene Website aufzubauen. Online funktioniert damals nicht – also volle Konzentration auf das, was funktioniert: das Geschäft vor Ort. Aus dem klassischen Telekommunikationshandel wurde über die Jahre die unternehmerische Basis, auf der später Digitalisierung, Systeme und KI aufsetzen konnten.
Seitdem führe ich das Unternehmen allein – mit diversen Auszubildenden, Angestellten und Standorten über die Jahre. Unternehmer zu sein bedeutet für mich nicht, sich selbst einen Titel zu geben. Es bedeutet, für Entscheidungen, Mitarbeiter, Kunden, Fehler und Ergebnisse einzustehen. Ich bilde junge Menschen aus und gebe ihnen eine Chance – nicht, weil jeder Weg glatt läuft, sondern weil Entwicklung oft genau dort beginnt.
Neben dem Handel entsteht mein eigenes Musiklabel: Deutschpop und Hip-Hop, hochwertig und professionell produziert. Unter Vertrag waren namhafte Künstler – darunter ein ehemaliger Supertalent-Teilnehmer, der von Dieter Bohlen den Goldenen Buzzer bekam, Meezy mit drei Alben, VETO mit sechs Alben und JAM, der Offenbacher Junge, mit dem Album »16:9« und zuvor der »Unten«-EP über den Label-Ableger Regime Records. Seit 2025 keine Künstler mehr unter Vertrag – heute ausschließlich eigene Projekte: Rill Collins (Deutsch-Pop und EDM), Chriz Rilles (Deutschrap, teils klassisch im Studio produziert mit DJ Release) und mein Schlagerprojekt Christian Winter. Winter ist mein Geburtsname – und der passt zu Schlager einfach besser als Rill.
Gemeinsam mit Partner Lars Ott entsteht die greem Shop GmbH als hundertprozentige Tochter der greem GmbH – zurück auf Expansionskurs im stationären Handel.
2025 fragte mich mein bester Freund Daniel, ob ich ChatGPT nutze und mich schon mit KI auseinandergesetzt hätte. Ich habe abgewunken: »So einen Scheiß brauche ich nicht.« Bis ich mich dann wirklich damit beschäftigt habe – und heute frage ich mich, was ich eigentlich vorher gemacht habe. Aus dem ersten Experiment wurde operative Infrastruktur: Plattformen, Werkzeuge, Marken – in einer Geschwindigkeit, die vorher undenkbar war.
Gründung der KI-Marketing-Agentur aGREEMent. Mein Buch „Telekommunikationshandel – Theorie und Praxis“ erscheint unter der Marke „Der Handelsmann“. Und das bislang größte Projekt: 360OS, die branchenspezifische Software für den Telekommunikationshandel – unabhängig vom Vertriebskanal. Heute geht es für mich darum, Geschwindigkeit und Fokus besser zusammenzubringen: nicht jede gute Idee gleichzeitig zum Hauptprojekt zu machen, sondern Energie über klare Systeme, Prioritäten und Verantwortung zu steuern. Testphase in den eigenen Filialen ab August 2026, der Vertriebsstart ist für November 2026 geplant.

Fußball ist für mich nicht nur Unterhaltung. Er steht für Herkunft, Identität, Emotion, Loyalität und die manchmal irrationale Hoffnung, dass es dieses Mal anders ausgeht.

Oldtimer faszinieren mich, weil man ihre Technik sehen, hören und verstehen kann. Sie erzählen Geschichten und erinnern daran, dass Charakter nicht immer durch maximale Effizienz entsteht.

Gutes Essen ist Genuss, Handwerk und häufig der beste Rahmen für ein gutes Gespräch.

Mich interessiert Technologie nicht wegen technischer Daten allein. Entscheidend ist für mich, was sie verändert und wie sie sinnvoll eingesetzt werden kann.

Unternehmen bestehen aus Menschen. Wer Entscheidungen, Ängste, Motivation, Status und Kommunikation nicht versteht, versteht auch viele wirtschaftliche Prozesse nur zur Hälfte.

Marken sind kein Logo und kein Slogan. Sie sind das, was hängen bleibt, wenn der erste Eindruck vorbei ist.

Ich sammle Vinyl. Musik, die man anfassen, auflegen und bewusst hören muss – das Gegenteil von Hintergrundbeschallung.

Ich bin Sneaker-Verrückter und Sammler. Jedes Paar hat seine Geschichte – manche trägt man, manche bewahrt man.

Mechanische Uhren faszinieren mich – überwiegend Rolex und Tudor. Präzises Handwerk, das ohne ein einziges Update auskommt.